Geschichte des TuS Altleiningen


1889 Das Gründungsjahr unseres Vereins, ein Jahr das von 40 beherzten Männern zur Gründung des Turnvereins GUT HEIL Altleiningen auserkoren wurde.
 
1890 Der erste Turnplatz wird im Schatten des alten Gemäuers im Hofe der Burgruine hergerichtet. Hier fanden in den Folgejahren die Turnfeste statt.
 
1894 Im fünften Jahre seines Bestehens konnte am 1. Juli 1894 im Rahmen eines Stiftungsfestes die Einweihung der Vereinsfahne stattfinden. Die Fahne wurde von den Mitgliedern und Gönnern des Vereins gestiftet und repräsentierte einen Wert von damals beachtlichen 350,- DM.
 
1914 Gleichzeitig ein Jubiläumsjahr und ein Jahr des Beginns eines schlimmen Weltkrieges. Zunächst aber blickt der Verein auf ein Vierteljahrhundert seines Bestehens zurück. Am 3. Sonntag im Juli findet unter Beteiligung von 44 Vereinen mit über 1400 Festteilnehmern auf dem Turngelände an der Burg eine große Festveranstaltung statt.
 
1921 Die Gemeinde stiftet 1000 Mark als Zuschuss zum Kauf von weiterem Gelände für den Sport- und Spielplatz. Dafür erhält die örtliche Schule das Recht, den Sportplatz mitzubenutzen. Durch die Erweiterung stehen dem Turnverein 6480 qm Gelände zur Verfügung.
 
1923 Die Inflation ist völlig außer Kontrolle geraten. Die finanzielle Lage verändert sich täglich. Im Gefolge dieser unsicheren Finanzlage lässt der Besuch der Turnstunden sehr zu wünschen übrig, scheinbar hatte jeder mit sich selbst alle Hände voll zu tun um über die Runden zu kommen. Der Monatsbeitrag wurde im September auf 150.000 Mark festgesetzt und war sofort zu zahlen, da am nächsten Tage die 150.000 Mark nur noch ein Bruchteil wert waren. Die Zwetschgen auf dem Turnplatz wurden für 950.000 Mark versteigert.
 
1934 Der Turnplatz mit Halle und Geräten geht als Schenkung an die politische Gemeinde Altleiningen und zwar unter folgender Bedinung: 1. Die Schuljugend und alle Nationalsozialistischen Verbände haben das Benutzungsrecht. 2. Im Falle das wieder ein örtlicher Turnverein im Verband der deutschen Turnerschaft entsteht, so ist diesem Verein das geschenkte Gut wieder unentgeltlich in Eigentum zu übergeben.
Die vorhandenen Geldmittel werden überwiegend an den S.A.-Trupp und an Parteigenossen verteilt oder es werden Ausrüstungsgegenstände für diesen Personenkreis gekauft. Am 2. März wird in einer außerordentlichen Generalversammlung die Auflösung des Vereins beschlossen. Die Bücher und Schriften bleiben beim Ehrenkassierer Peter Jutzi aufbewahrt. Die Fahne mit Schrank und Gefallenenehrentafel bleiben vorläufig im Vereinslokal bei Jakob Schwender und sind evtl. später der Gemeinde in Verwahr zu geben. Der Vereinsführer Jakob Grimm bittet zum Schlusse noch die Anwesenden, beim Wiederaufleben eines Turnvereins im Rahmen der D.T. sich restlos zur Verfügung zu stellen. Der Turnverein GUT HEIL Altleiningen hat aufgehört zu existieren.
 
  1934 - 1935 Zwar war in diesen 12 Jahren jegliche turnerische Betätigung unmöglich aber bei einer ganzen Reihe von ehemaligen Mitgliedern blieb der Gedanke an ein Wiederaufleben zu gegebener Zeit immer wach. Mancher fieberte dem Zusammenbruch des 1000-jährigen Reiches entgegen, damit endlich wieder wie früher ein politisch unabhängiges, sportliches und geselliges Leben im traditionellen Sportverein aufgenommen werden konnte.
 
1946 Die Zeit war endlich reif für die Wiedergründung, die am 7. Juli im Lokal Hepp von 53 Gründungsmitgliedern durchgeführt werden konnte. Der ehemalige Ehrenturnwart Philipp Wilhelm übernahm unter Mithilfe altbewährter Sportkameraden das Ruder des Vereins. Unendlich viel Arbeit mit dem Wiederaufbau des Vereins aus dem Nichts lag vor ihnen. Ausser einigen wenigen Turngeräten, die zum Teil defekt waren, war aus dem früheren Besitz nichts mehr vorhanden. Auch der Sportplatz mit Gerätehalle an der Burg stand nicht mehr zur Verfügung. Die Gemeinde Altleiningen hatte inzwischen die Burgruine mit den Waldungen sowie früheren Sportplatz an einen Grafen zu Leiningen-Westernburg veräußert. Ein als Ersatz von der Gemeinde zur Verfügung gestelltes Gelände (heutiger Sportplatz) musste hergerichtet werden. Das erste gesellige Beisammensein fand an einem 26. Dezember statt.
 
1947 Mit Hilfe von 50 m Feldbahngleisen und 2 Kipploren wird die Einebnung des Sportplatzes fortgesetzt. Ein für die Zukunft des Vereins bedeutungsvoller Vorgang wird mit der Bildung einer Fußballmannschaft vorgenommen. Diese Fußballabteilung wird das Sportgeschehen maßgeblich prägen. Die Fußballmannschaft nimmt ab Herbst an der Verbandsrunde teil. In der Talschule wird dem Sportverein ein Saal als Geräte- und Übungsraum für die Turner zur Verfügung gestellt.
 
1950 Um die Rechtsansprüche aus früheren Jahren anmelden zu können, wird die Umbenennung des Vereins in GUT HEIL Altleiningen vorgenommen. Am 9. August wurde durch Schenkungsurkunde der Sportplatz an der Höninger Straße von der Gemeinde in die Hände des Sportvereins gegeben. Mit Hilfe eines Zuschusses des Südwestdeutschen Fußballverbandes konnten die Arbeiten zur Herrichtung des Spielfeldes weitergeführt werden.
 
1956 Das diesjährige Fußballturnier soll im Gedenken an den so früh verstorbenen 1. Vorsitzenden Adolf Steiner von nun an als Adolf-Steiner-Gedächtnis-Turnier alljährlich ausgetragen werden. Vom Leichtathletikverband wurden die Laufmeisterschaften und der Werfertag nach Altleiningen vergeben.
 
1957 Der Mitgliederbestand hat sich innerhalb eines Jahres von 119 auf 205 Mitglieder erhöht. Die Abteilung Fußball unterhielt im Jahre 1957 insgesamt 5 Mannschaften. Durch die Einnahmen aus der Bewirtschaftung der Halle konnten die vorhandenen Schulden wesentlich gesenkt werden.
 
1960 Nach einem Beschluss der Generalversammlung werden Mitglieder die 50 Jahre und länger Mitglied des Vereins sind, vom Beitrag befreit. Bruno Brückner übernimmt die Leitung einer neu gegründeten Tischtennisabteilung. Mit dem Bau einer Waschanlage und eines Geräteraums wird Mitte des Jahres begonnen und der Rohbau in seinen wesentlichen Teilen bis Ende des Jahres erstellt. Walter Becker überarbeitet die Satzung auf die derzeitigen Erfordernisse des Vereins. Die Turnhalle wird in verstärktem Maße auch vom MGV für seine Veranstaltungen benutzt, wodurch auch die finanzielle Lage des Vereins gestärkt wird.
 
1966 Die 1. Fußballmannschaft erringt die Meisterschaft in der C-Klasse Frankenthal und steigt in die B-Klasse auf. Die Gastwirtschaft in der Sporthalle wird umgebaut und erweitert. Die Flutlichtanlage konnte im September in Betrieb genommen werden.
 
1969 Durch die Gemeinde wird zur Erstellung einer neuen Toilettenanlage 0,15 ha Gelände kostenlos zur Verfügung gestellt. Die im letzten Jahr gegründete AH-Fußballmannschaft konnte bereits beachtliche Erfolge erzielen.
 
1971 Der Zugangsweg zum Sportgelände wird als Fahrstraße fest ausgebaut und von der Gemeinde bezuschusst. Der Anlieger Breitling beteiligt sich mit 2.000 DM ebenfalls an den Ausbaukosten.
 
1973 Der Bauauschuss beauftragt den Architekten Gorski, Grünstadt, mit der Ausarbeitung von Bauplänen für die Sporthalle. In der Generalversammlung machte Herr Abel in seiner Eigenschaft als Bürgermeister darauf aufmerksam, dass von der Gemeinde infolge der Verwaltungsreform eine finanzielle Unterstützung des geplanten Sportheimumbaus nicht zu erwarten sei. Trotzdem wurde Mitte des Jahres mit der Errichtung des Fundaments (Keller) begonnen.
 
1980 Die Abwasserprobleme werden mit dem Bau einer neuen Abwassersammelgrube beseitigt, die von der Gemeinde durch einen Zuschuss finanziert wird.
 
1981 Die Uralt-Heizanlage wird wegen Unwirtschaftlichkeit gegen eine neue Kesselanlage ausgetauscht. Mit dem Verbandsbürgermeister Helmut Rüttger werden Verhandlungen geführt, die die Herrichtung des in schlechtem Zustand befindlichen Spielfeldes zum Inhalt hatten.
 
1982 Der Fußballnachwuchs spielt sich immer mehr in den Vordergrund des Vereinsgeschehens. So konnte die A-Jugend die Meisterschaft erringen. Bei den diesjährigen Vorstandswahlen fand sich niemand, der den Vorsitz übernehmen wollte. Der bisherige Vorstand führte lt. Satzung die Geschäfte kommissarisch weiter.
 
1983 Im Januar legte der noch amtierende 1. Vorsitzende Heinz Dörner sein Amt endgültig nieder. Für die am 11.03. angesetzten Neuwahlen fand man wie im Vorjahr keine Führungsmannschaft. In dieser Situation wurden Überlegungen angestellt, ob man eine Vereinsauflösung einleiten sollte. In dieser Notlage führte Herr Haab kommissarisch den Verein. Am 04. Juli wurde er an die Spitze der Führungsmannschaft gewählt.
 
1985 Der Maschendrahtzaun um das Spielfeld wird erneuert und im Bereich der Tore als Ballfangzaun wesentlich erhöht.
 
1989 Das Jahr steht völlig im Zeichen der 100-Jahrfeier unseres Vereins. Die erfolgreiche C-Jugend erringt die Meisterschaft der Bezirksliga Nord und empfängt im Rahmen der Feierlichkeiten den VfB Stuttgart.
 
1990 1. Wanderung der Damen-Gymnastik-Abteilung nach Lindenberg. Seither fand jährlich eine Wanderung statt, organisiert zunächst von Carla und Rudolf Feierabend. Diese Funktion übernahm an 1993 Erna Stockert.
 
1991 8tägige Abschlussfahrt der B-Jugend an Ostern nach England (Nähe Birmingham) - ein tolles Erlebnis für unsere erfolgreichste Mannschaft seit vielen Jahren. Höhepunkt ist der Besuch der Partie Aston Villa - FC Everton (1. Englische Liga)
 
1992 Nach vielen Jahren wird das Adolf-Steiner-Gedächtnisturnier nicht mehr ausgetragen. Damit endet eine langjährige Tradition.
 
1993 Die AH-Mannschaft feiert ihr 25-jähriges Bestehen! Erstmals wird in der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim eine Jugendspielgemeinschaft gegründet. Schon damals als „JSG Leiningerland“.